Europäischer Installationsbus KNX

Europäischer Installationsbus KNX

Der Europäische Installationsbus (EIB) nach dem Standard EN 50090 beschreibt ein System, nach dem Sensoren und Aktoren in einem Haus miteinander verbunden werden können. Die gängigere und kürzere Bezeichnung für den Europäischen Installationsbus ist heute KNX.

Was ist KNX?

Seit Mitte der 1980er Jahre gab es Überlegungen, einen herstellerübergreifenden Standard bei der elektrischen Installationstechnik und Gebäudetechnik zu schaffen. Datenübertragungen, wie man sie aus Computern kennt, werden auf elektrische Installationen wie Jalousien, Licht-und Klimaanlagen sowie Sicherheits- und Überwachungssysteme übertragen.

Die Steuerung all dieser Anlagen erfolgt über eine Software von zentraler Stelle. Unabhängig vom Hersteller der einzelnen Komponenten werden die Geräte oder Anlagen über den KNX-Bus angesprochen. Inzwischen haben sich viele Firmen in Europa, Fernost, Nord- und Südamerika diesem Standard angeschlossen.

Was kann KNX?

So können beispielsweise alle elektronischen Anlagen eines großen Gebäudekomplexes zentral gesteuert werden. Zentral heißt dabei aber nicht, dass es ein riesiges Kontrollsystem im Keller des Gebäudes gibt, sondern der Zugriff kann ebenso über Taster und Pannels und auch aus der Ferne über ein mobiles Gerät wie ein iPad oder ein Smartphone erfolgen.

Doch nicht nur große Bürokomplexe lassen sich mit KNX steuern, auch für das Einfamilienhaus gibt es Vorteile. Vielleicht gehören Sie zu den Leuten, die auf dem Weg zum Flughafen keine Ruhe finden, weil Sie nicht wissen, ob Sie den Herd ausgeschaltet haben? Mit dem KNX-System genügt ein Knopfdruck auf Ihrem Smartphone, um Ihr Gewissen zu beruhigen. Und auch ein Turnus für Ihre Bleleuchtung, Beschattung, Heizung, Überwachung und vieles mehr lässt sich programmieren, um Ihrem Haus auch in Ihrer Abwesenheit eine gewisse "Lebendigkeit" zu verleihen und somit Einbrecher zu täuschen.